Stitt Gallery · SG-CN-004 · China
Chinesische Werkstatt, 20. Jahrhundert
Das Objekt
Diese 150 cm hohe, aus Hartholz geschnitzte Figur eines sitzenden Buddha trägt eine verwitterte, steinartig matte Oberfläche ohne Polychromie oder Vergoldung, sodass die geschnitzte Form allein durch Maßstab und Oberfläche Raumpräsenz beansprucht. Die Haltung verbindet die Vitarka-Mudra (rechte Hand, Lehrgeste) mit der Dhyana-Mudra (linke Hand, Meditation) und kennzeichnet sie als Konfiguration eines lehrenden Buddha, wie sie in der chinesischen Werkstattproduktion verbreitet ist.
Zu den ikonographischen Merkmalen zählen die Ushnisha (Schädelerhebung, Sinnbild erweiterter Weisheit), die Urna (Spirallocke zwischen den Augenbrauen, für das dritte Auge der geistigen Schau), verlängerte, durchbohrte Ohrläppchen und schneckenförmige Locken (螺髻 luó-jì), die den Kopf bedecken. Die Figur ruht auf einem dreistufigen Lotossockel, in Übereinstimmung mit buddhistischen bildhauerischen Konventionen.
Transparenzhinweis: Dieses Objekt wurde nicht radiokarbondatiert. Es liegt keine frühere Provenienzdokumentation vor. Das Objekt wird im Erwerbszustand angeboten. Der Hersteller ist unbekannt. Die Zuschreibung zur chinesischen Werkstatttradition des 20. Jahrhunderts beruht auf Schnitzstil, Materialbehandlung und ikonographischen Konventionen.
Spezifikationen
| Höhe | 150 cm |
| Breite | 61 cm (Schulter 37 cm) |
| Tiefe | 33 cm |
| Kopf | 38 × 21 × 21 cm |
| Gewicht | 45–65 kg (zu bestätigen) |
| Epoche | Chinesische Werkstatt, 20. Jahrhundert |
| Herkunft | China |
| Material | Geschnitztes Hartholz |
| Oberfläche | Verwitterte, steinartig matte Oberfläche (keine Polychromie, keine Vergoldung) |
| Sockel | Dreistufiger Lotossockel |
| Rechte Hand | Vitarka-Mudra (Geste des Lehrens) |
| Linke Hand | Dhyana-Mudra (Geste der Meditation) |
| Schädelmerkmal | Ushnisha (Schädelerhebung) |
| Stirnmerkmal | Urna (Spirallocke zwischen den Augenbrauen) |
| Ohrmerkmal | Verlängerte / durchbohrte Ohrläppchen |
| Haardetail | Snail-shell curls (螺髻 luó-jì) |
| Haltungstyp | Lehrender Buddha (Lehr- + Meditations-Mudra) |
| Galerie-Nr. | SG-CN-004 |
Fotografie
Ikonographische Analyse
Diese Figur zeigt die Haltung des lehrenden Buddha — eine spezifische Kombination der chinesischen buddhistischen Skulptur, bei der die rechte Hand die Vitarka-Mudra ausführt (Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis, Hand auf Brust- oder Schulterhöhe erhoben), während die linke Hand in der Dhyana-Mudra ruht (Handfläche nach oben im Schoß). Diese Paarung bedeutet den Buddha im Akt des Meditationslehrens — belehrend und zugleich die Stille verkörpernd, die er verkündet.
Geste der rechten Hand
Daumen und Zeigefinger bilden einen geschlossenen Kreis, der das Rad des Gesetzes darstellt, während die übrigen Finger nach oben weisen. Dies ist die Geste des Lehrens und der geistigen Erörterung — die Handhaltung, die der Buddha beim Erklären des Dharma an seine Schüler verwendete. Bei diesem Objekt auf Brust- oder Schulterhöhe.
Geste der linken Hand
Beide Handflächen ruhen nach oben, die rechte Hand über der linken, die Daumen berühren sich und bilden ein Dreieck. Dies ist die Geste der Meditation und tiefen Kontemplation — die Mudra absoluter Ausgeglichenheit und Stille. In Verbindung mit Vitarka entsteht die Konfiguration des lehrenden Buddha.
Schädel- und Gesichtsmerkmale
Die Ushnisha ist die Schädelerhebung, die die erweiterte Weisheit und Erleuchtung des Buddha symbolisiert. Die Urna ist die Spirallocke oder der Punkt zwischen den Augenbrauen und steht für das dritte Auge der geistigen Schau. Beide sind übliche Lakshanas (glückverheißende Merkmale), die sich an buddhistischen Figuren über alle Traditionen hinweg finden.
Haardetail
Der Kopf ist mit engen Spirallocken bedeckt, bekannt als luó-jì (螺髻) — schneckenförmige Locken — eine Konvention, die die Verwandlung des Haares des Buddha nach seiner Erleuchtung darstellt. Hinweis: Dies sind keine „Rahula-Knoten“ — dieser Begriff erscheint nicht in der buddhistischen Standardikonographie. Rahula war der Sohn des Buddha; die Locken sind nicht nach ihm benannt.
Dieses Objekt schöpft stilistisch aus mehreren Epochen der chinesischen buddhistischen Skulptur. Die folgende Tabelle vergleicht die relevanten Traditionen:
| Epoche | Prototyp | Hauptmerkmale | Dieses Objekt |
|---|---|---|---|
| Tang-Dynastie (618–907) | Volles, rundes Gesicht; schwerer Faltenwurf; monumentaler Maßstab | Große Ushnisha; fließende Gewänder; kraftvolle Präsenz | Maßstab und Proportionen erinnern an Tang-Prototypen |
| Song-Dynastie (960–1279) | Verfeinerter, kontemplativer Ausdruck; detaillierter Faltenwurf | Subtile Modellierung; heiteres Gesicht; präzise Mudras | Mudra-Präzision und Gesichtsdetail deuten auf Song-Einfluss |
| Spätes Qing – Republik (19.–20. Jh.) | Werkstattproduktion; stilistische Wiederbelebung; Exportmarkt | Hartholzkonstruktion; verwitterte Oberfläche; konsistente Ikonographie | Konstruktion und Oberfläche mit dieser Epoche vereinbar |
Nur stilistischer Vergleich — keine Epochenzuschreibung. Nicht radiokarbondatiert.
Material & Oberfläche
Die Figur ist aus einem dichten Hartholz geschnitzt und mit einer verwitterten, steinartig matten Oberflächenbehandlung versehen, die das Aussehen von gealtertem Stein erzeugt und zugleich die strukturelle Integrität des Holzes bewahrt. Es ist keine Polychromie oder Vergoldung vorhanden — das Objekt beruht für seine Wirkung ganz auf dem Zusammenspiel von geschnitzter Form und Oberflächenpatina.
Hauptmaterial
Dichtes Hartholz, Art nicht bestimmt. Mit traditionellen Werkzeugen geschnitzt — Werkzeugspuren bei näherer Betrachtung sichtbar. Das Holz bietet strukturelle Stabilität für eine Figur dieses Maßstabs (150 cm, 45–65 kg). Nicht laborgeprüft zur Artbestimmung. Material visuell bestimmt.
Oberflächenbehandlung
Verwitterte matte Oberfläche, die ein steinartiges Aussehen erzeugt. Die Patina entspricht Alter und Handhabung. Keine Polychromie, keine Vergoldung — die Oberfläche ist bewusst monochrom und lässt Schnitzqualität und Form ohne farbliche Ablenkung wirken.
Zustandsbewertung
Jede wesentliche Komponente wurde einzeln bewertet. Der Gesamtzustand ist für ein Objekt dieser Art gut, mit weitgehend intakten originalen Schnitzelementen und ohne strukturelle Bedenken.
| Komponente | Bewertung | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Struktur | Gut | Der geschnitzte Hartholzkorpus ist solide und starr. Keine Risse, Spalten oder strukturellen Beeinträchtigungen sichtbar. |
| Oberflächenfinish | Gut | Verwitterte matte Oberfläche intakt. Patina dem Alter entsprechend. Keine aktive Verschlechterung. |
| Ikonographische Elemente | Gut | Alle Merkmale original und intakt: Ushnisha, Urna, Ohrläppchen, schneckenförmige Locken, Lotosstufen. |
| Sockel / Lotossockel | Gut | Drei Stufen stabil und strukturell solide. Keine Risse oder Reparaturen sichtbar. |
| Mudra-Hände | Gut | Beide Handhaltungen original. Fingerdetails erhalten. Keine Verluste oder Reparaturen. |
| Restaurierungsgeschichte | Unbekannt | Die Restaurierungsgeschichte vor dem Erwerb durch die Galerie ist nicht dokumentiert. |
Provenienz & Dokumentation
Stitt Gallery wahrt volle Transparenz hinsichtlich Provenienz und Dokumentationsstand jedes Objekts. Das Folgende stellt unseren vollständigen Wissensstand zu SG-CN-004 dar.
Vollständiger technischer Bericht
Der folgende fachliche Bericht wurde von Stitt Gallery auf Grundlage fotografischer Dokumentation, physischer Untersuchung und ikonographischer Recherche erstellt. Es wurde keine Herstellerauthentifizierung vorgenommen; das Objekt wird ausschließlich anhand beobachtbarer Merkmale datiert und beschrieben.
Berichtsreferenz: SG-CN-004-TECH-2026 · Datum: 20. Mai 2026
SG-CN-004 trägt sechs unabhängige Merkmale, die seine Zuschreibung zur chinesischen Werkstattproduktion des 20. Jahrhunderts stützen:
| # | Evidence | Location | Significance |
|---|---|---|---|
| 1 | Konstruktion aus geschnitztem Hartholz | Durchgehend | Handgeschnitzte Werkzeugspuren sichtbar; mit Werkstattproduktion vereinbar |
| 2 | Verwitterte matte Oberfläche | Gesamte Figur | Patina dem angegebenen Alter entsprechend; keine moderne künstliche Alterung festgestellt |
| 3 | Ikonographische Genauigkeit | Hände, Kopf, Sockel | Mudras, Ushnisha, Urna, Lotosstufen korrekt nach buddhistischen Konventionen ausgeführt |
| 4 | Konstruktionsfugen | Innere Verbindungen | Verbindungen mit chinesischer Werkstatt-Schnitztradition vereinbar |
| 5 | Natürliche Abnutzungsmuster | Stark beanspruchte Bereiche | Abnutzung an Sockel und Handdetails mit Handhabung und Präsentation über die Zeit vereinbar |
| 6 | Maßstab und Proportionen | Gesamtabmessungen | 150 cm Höhe ordnet dies der monumentalen Kategorie zu; Werkstattaufwand erkennbar |
Authentizitätssicherheit: MITTEL — Keine Herstellermarken oder dokumentarischen Belege. Das Objekt wird anhand beobachtbaren Schnitzstils, Materialbehandlung und ikonographischer Konventionen datiert und beschrieben.
Region: China. Hartholz-Schnitztradition mit buddhistischer Ikonographie. Das Objekt weist Merkmale auf, die mit chinesischer Werkstattproduktion vereinbar sind: Das ikonographische Programm folgt chinesischen buddhistischen Konventionen (Kombination aus Vitarka- + Dhyana-Mudra; dreistufiger Lotossockel; schneckenförmige Lockenbehandlung des Kopfes), und die Hartholzkonstruktion mit verwitterter matter Oberfläche entspricht der chinesischen bildhauerischen Werkstattpraxis.
Alter: Chinesische Werkstatt, 20. Jahrhundert. Datierung geschätzt anhand von Schnitzstil, Materialbehandlung und Oberflächenpatina; nicht unabhängig verifiziert. Nicht radiokarbondatiert. Die Zuschreibung spiegelt konsistente Werkstattkonventionen wider und nicht einen konkret datierten Hersteller.
Berichtsreferenz
SG-CN-004-TECH-2026 · Erstellt von der technischen Abteilung von Stitt Gallery · 20. Mai 2026 Dieser Bericht wird vollständig veröffentlicht, als Teil unseres Bekenntnisses zu transparenter Offenlegung. Alle Bewertungen beruhen auf fotografischer Dokumentation und physischer Untersuchung. Bei hochwertigen Erwerbungen wird eine unabhängige Expertenprüfung empfohlen.
Authentizität & Provenienz
Dieser Buddha trägt mehrere beobachtbare Merkmale, die seine Zuschreibung zur chinesischen Werkstattproduktion des 20. Jahrhunderts stützen. Jedes ist im technischen Nachweis der Galerie dokumentiert.
Sichtbare Schnitzspuren, die eher mit traditionellen Handwerkzeugen als mit Maschinenproduktion vereinbar sind und auf handwerkliche Werkstattarbeit hinweisen.
Natürliches Alterungsmuster, das mit Handhabung und Präsentation über Jahrzehnte vereinbar ist. Kein Hinweis auf künstliche Alterung oder moderne Oberflächenbehandlung.
Mudras, Ushnisha, Urna und Lotossockel alle nach etablierten buddhistischen Konventionen ausgeführt — vereinbar mit werkstattgeschulten Schnitzern.
Verbindungen mit der chinesischen Hartholz-Schnitzwerkstatttradition vereinbar — innere Konstruktionsmethoden entsprechen der Praxis der Epoche.
150 cm Höhe stellen einen erheblichen Material- und Arbeitsaufwand dar, vereinbar mit Werkstattproduktion für Tempel oder institutionelle Kontexte.
Vollständige Dokumentation von Stitt Gallery erstellt, einschließlich fotografischem Nachweis und Maßaufnahme.
Technische Dokumentation
Vollständige Maßaufnahme, Aufrisszeichnungen und ikonographische Referenz von Stitt Gallery erstellt. Vorder- und Seitenaufrisse mit beschrifteten Angaben.
SG-CN-004 · Maßaufnahme · Vorder- und Seitenaufrisse mit beschrifteten Angaben
Erwerb
Stitt Gallery bietet mehrere Wege zum Erwerb dieses Objekts, jeweils passend zu unterschiedlichen Zeitrahmen, Risikoprofilen und Kostenstrukturen. Wir besprechen gern, welcher Ansatz Ihren Umständen am besten entspricht.
Option 1
Direktkauf bei Stitt Gallery. Der einfachste und schnellste Weg — keine Auktionsgebühren, keine Unsicherheit. Typischer Zeitrahmen 3–6 Wochen von der Anfrage bis zur Lieferung. Vollständige Dokumentation inbegriffen.
Option 2
Platzierung über ein Spezialauktionshaus mit Expertise für asiatische Kunst. Geeignet, wenn Sie marktgeprüfte Preise bevorzugen und mit dem Käuferaufgeld von 15–25 % sowie zeitlicher Unsicherheit einverstanden sind.
Option 3
Platzierung über einen etablierten Händler oder eine Galerie mit Spezialisierung auf asiatische Skulptur. Bietet kuratierte Präsentation und Zugang zu einem qualifizierten Sammlerkreis. Händlerprovision typischerweise 20–30 %.
Marktkontext
Der Markt für chinesische buddhistische Werkstattskulptur des 20. Jahrhunderts zeigt beständiges Interesse, wobei Objekte monumentalen Maßstabs (1,5 m+) Aufschläge gegenüber kleineren Beispielen erzielen. Die folgenden Spannen beruhen auf vergleichbaren Transaktionsdaten von Spezialauktionshäusern und Galerien (2019–2024), angepasst an Maßstab, Zustand und Schnitzqualität.
Konservativ
€4,500 – 6,500
Hohe SicherheitBasierend auf Schnellverkauf oder Auktionslimit für vergleichbare chinesische Werkstatt-Buddhas des 20. Jahrhunderts in gutem Zustand.
Moderat
€6,500 – 8,500
Mittlere SicherheitSpiegelt den direkten Privatverkaufswert mit vollständiger Dokumentation wider; dieses Objekt wird am oberen Ende dieser Spanne angeboten.
Optimistisch
€8,500 – 12,000
Geringere SicherheitErzielbar über spezialisierte Händler asiatischer Kunst bei erweitertem Marketing und Provenienzforschung.
5 245 €
Dieses Objekt steht zum privaten Verkauf. Wir freuen uns über Anfragen von Sammlern, Innenarchitekten und Institutionen. Besichtigung nach Vereinbarung in Posen. Versand innerhalb Europas und international auf Anfrage.
Galerie-Nr.: SG-CN-004 · stittgallery.com
Weiter entdecken